Rückenschmerzen

Rückenschmerzen
Abgesehen von Infekten, sind Rückenschmerzen der zweithäufigste Grund, einen Arzt aufzusuchen. Erste Beschwerden verschwinden bei Betroffenen häufig spontan und ohne Behandlung. Bei über 60 Prozent kehren die Rückenschmerzen wieder zurück. Von chronischen Rückenschmerzen spricht man, wenn die Symptome länger als zwölf Wochen anhalten.

Rückenschmerzen können sowohl organische als auch psychische Ursachen haben – oft beeinflussen sich diese Komponenten gegenseitig.

Man unterscheidet zwischen einem radikulären und einem pseudoradikulären Schmerz:

  • Beim radikulären (lat. radicula = kleine Wurzel) Rückenschmerz wird eine Nervenwurzel beispielsweise durch einen Bandscheibenvorfall gereizt.
  • Beim pseudoradikulären Schmerz (= scheinbar-radikulärer Schmerz) sind meist Veränderungen in kleinen Gelenken der Wirbelsäule die Ursache der Rückenschmerzen.

Rückenschmerzen lassen sich weiterhin unterscheiden in:

  • Hexenschuss (Lumbago): plötzlich auftretender Rückenschmerz
  • Beinschmerz (Ischialgie)
  • Kreuzschmerzen und Schmerzen in den Beinen (Lumboischialgie)

Eine Röntgenaufnahme der Wirbelsäule wird in zwei Ebenen durchgeführt: von vorne und von der Seite. Die Röntgenbilder geben einen Eindruck von der Beschaffenheit der Wirbelknochen, der Haltung und Krümmung der Wirbelsäule sowie dem Zustand der Wirbelgelenke.

Um einen frisch aufgetretenen Bandscheibenvorfall diagnostisch zu erfassen, bedarf es zusätzlich eines Schnittbildverfahrens wie einer CT (Computertomographie) oder MRT (Kernspintomographie).

Rückenschmerzen können mit folgenden Methoden behandelt werden:

  • Wärmeanwendungen (besonders bei leichten Rückenschmerzen)
  • Medikamente
  • Akupunktur
  • Krankengymnastik und Massagen
  • Entspannungsverfahren und Sport
  • Operationen