Rheuma

Der Begriff »Rheuma« kommt von dem griechischen Wort „fließen“. Wir verbinden mit Rheuma den „fließenden Charakter“ ausstrahlender Schmerzen und Beschwerden, die von einem Gelenk zum anderen wandern.

Bei den Erkrankungen dieser Gruppe findet sich die Entzündung nicht nur örtlich auf eines oder mehrere Gelenke begrenzt, sondern sie hat als Systemerkrankung den gesamten Körper befallen. Die Betroffenen fühlen sich allgemein krank und leistungseingeschränkt, und der entzündliche Prozess ist meist anhand der Entzündungswerte im Blut nachweisbar.

Nicht immer ist die Diagnose einer rheumatoiden Arthritis einfach zu stellen. Vor allem zu Beginn der Erkrankung können die Symptome noch sehr uncharakteristisch und Untersuchungsbefunde unauffällig sein. Zur Diagnosestellung gehört zunächst eine eingehende Anamnese sowie eine allgemeine und gezielte körperliche Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung des Gelenkzustands. Darüber hinaus dienen weitere Untersuchungsverfahren zur Diagnosestellung, aber auch zur Verlaufskontrolle einer rheumatoiden Arthritis.

Der größte Teil der rheumatischen Erkrankungen verläuft chronisch, d.h. die Erkrankungen können zwar heute meist wirksam behandelt, aber nicht völlig geheilt werden. Mit geeigneten Medikamenten können der Krankheitsverlauf verlangsamt und die Beschwerden vermindert werden. Je früher man mit einer wirksamen Behandlung beginnt und die Entzündungsvorgänge hemmt, umso größer ist die Chance, bleibende Schäden zu vermeiden. Im Verlauf einer medikamentösen Therapie sind in regelmäßigen Abständen bestimmte Kontrolluntersuchungen erforderlich, um mögliche Nebenwirkungen zu erkennen und festzustellen, ob der Patienten auf die Therapie anspricht.