Arthrose

Arthrose ist die häufigste aller Gelenkkrankheiten und beschreibt den Vorgang der Zerstörung der Knorpelschicht eines Gelenks und den damit einhergehenden Knochenveränderungen. Das Gelenk entzündet sich, schwillt an und schmerzt.

Wenn die ausführliche Anamnese und die körperliche Untersuchung den Verdacht nahelegen, dass eine Arthrose vorliegt, werden in der Regel von den betroffenen Gelenken Röntgenaufnahmen angefertigt. Auf dem Röntgenbild sind die charakteristischen Krankheitszeichen der Arthrose meist gut zu erkennen.

Die Folgen der Arthrose sind vielen Betroffenen nur zu gut bekannt:

  • Schmerzen
  • Entzündungsschübe
  • Verdickung und Verformung
  • eingeschränkter Bewegungsradius
  • Steifigkeitsgefühl

Arthrosebeschwerden treten schrittweise auf und verstärken sich im Laufe der Zeit. Gerade nach längerer Ruhephase – wie morgens beim Aufstehen oder nach längerem Sitzen – kommt es zu Schmerzen und einem Steifheitsgefühl in den Gelenken. Dies bessert sich meist nach ein paar Minuten Bewegung. 
Bei fortschreitender Krankheit werden die Gelenke immer unbeweglicher und steifer. Jede Bewegung ist mit großen Schmerzen verbunden. Schließlich treten die Schmerzen auch in Ruhe auf.

Behandlung

Ziel aller Behandlungsmethoden ist es, die Schmerzen der Betroffenen zu lindern und die Bewegungsfähigkeit wiederherzustellen. Wichtiger Bestandteil der konservativen Behandlung ist es, die erkrankten Gelenke zu entlasten und vor Fehl- und Überlastungen zu schützen. So empfiehlt sich bei Knie-, Hüft- und auch Wirbelsäulen-Arthrose, ein Zuviel an Körpergewicht zu verringern. Orthopädische Hilfen wie Handstock, Unterarm-Gehstützen, Pufferabsätze und Schuhinnenranderhöhungen sind weitere Entlastungsmöglichkeiten.

Ebenfalls hilfreich ist eine Bewegung ohne Belastung, da dadurch der Gelenkknorpel besser ernährt wird, und das Fortschreiten der Arthrose sich verlangsamt. Empfehlenswert sind daher Schwimmen oder Fahrradfahren in niedrigen Gängen.

Bei der medikamentösen Behandlung stehen gleichzeitig schmerzlindernde und entzündungshemmende Arzneimittel im Vordergrund. Da diese sog. NSAR (nicht-steroidale Antirheumatika) ohne Kortison in bestimmten Fällen nicht vertragen werden oder nicht ausreichen, kommen auch kortisonhaltige Medikamente zur Anwendung, in der Regel als Einspritzung in das am stärksten schmerzende Gelenk.